Unser Leitspruch:

„Behindert sein heißt nicht unfähig sein!“

Unsere Philosophie:

Die Anerkennung eines Menschen mit Behinderung als Mensch mit den gleichen Möglichkeiten in der Gesellschaft.

Unser Ziel:

Vermittlung von Selbstständigkeit, Selbstwertgefühl und Erfolgserlebnissen

 

Aus diesem Grund steht die Förderung und Vermittlung möglichst lebensnaher Arbeitssituationen im Rahmen unserer Einrichtung im Vordergrund.
Siegmund Freud hat einmal geschrieben: „Die Arbeit ist des Menschen stärkste Bindung an die Realität!“
Ein Mensch, der keine Bindung zur Realität aufweist verliert sich leicht in Tagträumereien und flüchtet sich nicht selten in eine Phantasiewelt. Dies wirkt sich auf längere Zeit negativ auf die Psyche aus und kann psychische Erkrankungen zur Folge haben.
Es gibt nur wenige Menschen – der Mensch mit Behinderung auf keinen Fall – die es schaffen, ohne bestimmte Tagesstruktur sich selbst zu verwirklichen und sich selbst fehlende Erlebniskategorien zu suchen.

 

Die 5 Erlebniskategorien ermöglicht durch Arbeit:
Arbeit kann als Integrationshilfe angesehen werden, da diese die Behinderung in den Hintergrund treten lässt, der Gesellschaft einen Vergleich zu den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglicht und dem Menschen mit Behinderung Wertschätzung entgegengebracht wird. Es wird eine Therapie kaum den selben Erfolg bringen, wenn man dem Menschen mit Behinderung dadurch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben nimmt. Wenn die Möglichkeit gegeben ist, sollte der Mensch mit Behinderung in seiner gewohnten Umgebung leben können und in einen typischen Alltagsprozess einbezogen werden.
1. Eine produktive Arbeit verschafft Zeiterfahrung:
Durch die Arbeit erhält man einen strukturierten Tagesablauf. Auch die KlientInnen der Werkstätte müssen zu einer bestimmten Zeit in der Werkstätte sein. Hier gibt es Pausen, Arbeitszeiten, Urlaub und Wochenenden die eingehalten werden müssen, so wird der Unterschied zwischen Arbeit und Freizeit kennen gelernt.
2. Der soziale Horizont wird erweitert:
Die KlientInnen lernen ohne die Hilfe der Eltern zurecht zu kommen, dies fördert die Selbstständigkeit. Es entstehen Kontakte über die Familie hinaus, neue Normen und Werte werden kennengelernt. Soziale Umgangsformen innerhalb einer größeren Gruppe müssen antrainiert werden um sich einzugliedern. Schwächeren wird geholfen und Bessere werden als Vorbild wahrgenommen.
3. Die Beteiligung am kollektiven Ziel:
Das erzeugte Produkt wird im Team erarbeitet. Die KlientInnen lernen für das Team Verantwortung zu tragen. Dabei werden aber auch Freiheiten für eigene Entscheidungen und Gestaltungsmöglichkeiten vorgefunden. Klarheit warum und wofür die Arbeit gemacht wird, aber auch das Gefühl gebraucht zu werden stehen dabei immer im Vordergrund.
4. Ermöglichung eines sozialen Status:
Der soziale Status ist ausschlaggebend für den Aufbau der persönlichen Identität und einer angemessenen Selbstwahrnehmung. Die KlientInnen bekommen das Gefühl, dass etwas geleistet wird. Durch die Arbeit entsteht das Empfinden einer gesellschaftlichen Teilhabe (man geht arbeiten wie auch der Rest der Familie). Außerdem werden durch die erbrachte Leistung von der Gesellschaft Fähigkeiten zuerkannt, Wertschätzung entgegengebracht und das soziale Ansehen steigt.
5. Die Arbeit als produktive Tätigkeit:
Durch die Anforderung der Arbeit an die KlientInnen werden diese zu Aktivität motiviert. Ungeahnte Fähigkeiten können entwickelt werden um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dieses individuelle Ziel muss jedoch durch die BetreuerInnen so gesteckt sein, dass es  erreichbar ist. Es darf nicht über oder unterfordern. Die Möglichkeit durch die Tätigkeit Leistung zu erbringen vermittelt Selbstbestätigung und Lebensfreude.