Die tägliche Arbeit in der Behinderten Integration Ternitz beruht auf pädagogischen Grundsätzen.

* Unseren KlientInnen Vertrauen schenken:
Wir trauen unseren KlientInnen ein bestimmtes Können zu und zeigen dies auch durch das Übertragen eigenverantwortlicher Aufgaben.

 

* Ziele vorgeben:
Niemand arbeitet gerne ohne Ziel und Sinn! Unsere KlientInnen fühlen sich sicherer, wenn sie einen klaren Weg und klare Ziele vor sich haben. Diese müssen einem absehbaren und erreichbaren Umfang entsprechen, denn nur dann werden auch Anstrengungen in Kauf genommen. Die Ziele sollen dabei genau definiert werden und nicht über oder unterfordern.

 

* Leistung anerkennen:
Die Freude unserer KlientInnen an der eigenen Leistung wird gehoben, indem ihnen Anerkennung zugesprochen wird und unsere KlientInnen auch die Gruppe an der erbrachten Leistung teilhaben lassen können. Nicht zu wissen wie die eigene Leistung von anderen beurteilt wird macht unsicher!

 

* Ehrgeiz unserer KlientInnen wecken:
Das Arbeitsangebot an unsere KlientInnen darf keine zu geringen Ansprüche stellen, aber auch nicht überfordern. Die Beschäftigung wird so gestaltet, dass die Leistung auch erbracht werden kann, somit wird die Selbstwahrnehmung gefördert und Lebensfreude vermittelt.

 

* Störfaktoren Ausschalten:
Für unsere KlientInnen achten wir darauf, dass wir genügend Zeit geben um die aufgetragenen Arbeiten erledigen zu können. Dabei überfordern wir nicht durch Terminarbeit und erteilen keine Aufträge welche die ausführenden Tätigkeiten unterbrechen oder stören. Auch während der Arbeitszeit werden Pausen angeboten. Außerdem achten wir auf einen guten Arbeitsplatz, genügend Licht und eine angenehme Atmosphäre.

 

* Mitbestimmungsrecht:
Wir bieten und fördern eine Sitzordnung in Kleingruppen, die Einteilung der Dienste an bevorzugten Arbeitsplätzen, Mitbestimmung und Mitgestaltung bei Freizeitaktivitäten, Urlauben, Festen, Ausflügen und im Werkstättenalltag.

 

* Aufbauen sozialer Beziehungen:
Einen hohen Stellenwert legen wir auf das Erlernen von Umgangsformen innerhalb und außerhalb der Gruppe und das Tragen von Verantwortung für einander. Lob und Anerkennung darf dabei nicht fehlen, das Gefühl gebraucht zu werden ist stets präsent. Unseren KlientInnen wird vermittelt, dass sie ein wichtiger Teil der Gruppe sind.

 

* Kritik und Kontrollfähigkeit fördern:
Je nach Erfahrungsstand, Können und Verantwortungsbewusstsein wird durch die BetreuerInnen kontrolliert. Kritik formulieren wir stets positiv, aufbauend, ruhig und beherrscht. Wir behandeln in der Kritik lediglich sachliche Inhalte und nie persönliche Eigenschaften. Dabei vermeiden wir ein bewusstes Fehlersuchen. Unsere KlientInnen sollen vielmehr das Gefühl haben, dass es um die Verbesserung der eigenen Leistung geht. Kontrolle dient uns als eine Art der Hilfestellung. Wir wählen bei der Vermittlung von Kritik die Frageform, so regen wir eine Selbstreflektion unserer KlientInnen an. Jeder Kritik folgt eine Geste der Versöhnung, so vermeiden wir das Entstehen von Unbehaglichkeit.

 

* Ordnung in der Werkstätte fördern:
Ein gewisses Maß an Ordnung und Sauberkeit sind auch in einer Werkstätte von großer Bedeutung. Wir vermitteln unseren Klienten ein adäquates Bewusstsein für Sauberkeit, so wird dies als wichtig empfunden und freiwillig mitgeholfen im Alltag dafür Sorge zu tragen.

 

* Sinnhaftigkeit der Arbeit klar machen:
Wir vermitteln wofür die Arbeiten in der Werkstätte gemacht werden und was mit den Produkten geschieht. So erkennen unsere KlientInnen den Wert ihrer täglichen Arbeit und erledigen diese mit großer Freude.